Das Weingut Sella & Mosca ist mit seinen 541 Hektar Rebfläche eines der größten Weinanbaugebiete des gesamten Kontinents und gehört zu den bekanntesten und wichtigsten Weingütern Italiens. Alles begann vor mehr als einem Jahrhundert, als sich der Ingenieur Erminio Sella, Enkel des Ministers Quintino des Königreichs Italien, und der Rechtsanwalt Edgardo Mosca in Nauraghe Maiore in der Nähe von Alghero trafen. Die beiden abenteuerlustigen Piemonteser, die vom Reichtum des sardischen Bodens und den zauberhaften Landschaften der Insel angezogen wurden, kauften 15 Hektar Land und gründeten eine der renommiertesten und geschichtsträchtigsten Weinkellereien der italienischen Weinszene.
Die ersten Ausgrabungen, die auf das Gründungsjahr 1899 zurückgehen, dienten dazu, die große Schicht von Sandsteinblöcken zu entfernen, die die Oberfläche bevölkerten und das Wachstum der Reben verhinderten. Heute bilden diese Steine ein faszinierendes Landschaftsbild und einige von ihnen werden auch im historischen Museum des Gutes aufbewahrt, das in zwei Abteilungen unterteilt ist. Der erste Teil zeichnet die alte archäologische Geschichte nach, die der Nekropole von Anghelu Ruju gewidmet ist, während der andere Teil sich auf die ersten 40 Jahre der Geschichte des Anwesens konzentriert, die anhand von Fotos und Zeugnissen der Söhne der Söhne erzählt werden. Das Anwesen ging zunächst in den Besitz der Campari-Gruppe über und wurde kürzlich für 62 Millionen Euro von Vittorio Moretti, Präsident der Terra Moretti-Gruppe und Mäzen der Kellerei Bellavista, erworben. Das Markenzeichen, das Sella & Mosca symbolisiert, zeigt ein Flachrelief aus dem alten Ägypten, auf dem fünf Männer mit Stöcken Trauben auspressen.
Neben dem Weingut in der Provinz Alghero verfügt Sella & Mosca auch über 15 Hektar in der Gallura und 6 Hektar in Sulcis. Dort wird eine erstaunliche Vielfalt an Rebsorten angebaut, mehr als 1.500 Biotypen, von lokalen Sorten wie Vermentino, Cannonau, Torbato und Carignano del Sulcis bis hin zu internationalen Sorten wie Cabernet Sauvignon und Merlot, die von einer Vielzahl mediterraner Pflanzen wie Seekiefern, Palmen und Eukalyptus flankiert werden. Biodiversität und ökologische Nachhaltigkeit sind die philosophischen Grundsätze, die das Weingut seit Jahren ununterbrochen verfolgt. Die Böden variieren in ihrer morphologischen Zusammensetzung, haben aber einen hohen Anteil an Kalkstein, einen sedimentären marinen Ursprung und einen geringen Wasseranteil gemeinsam. Das Klima ist mediterran und sehr warm, ständig belüftet durch angenehme Brisen, die vom Meer aufsteigen. Aus diesem einzigartigen Szenario, das sich durch exklusive Umweltelemente und eine lange Weinbautradition auszeichnet, entstehen die berühmtesten Weine, die wie nur wenige andere das Wesen der sardischen Erde zum Ausdruck bringen.

