
Schaumweine sind bei Weinliebhabern in aller Welt seit jeher beliebt. Ihre Spritzigkeit und lebendige Perlage machen sie zu einer ausgezeichneten Wahl für Feste und besondere Anlässe. Aber haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, wie sie hergestellt werden? Zwei der gängigsten Methoden zur Herstellung von Schaumweinen sind die klassische Methode und die Charmat-Methode, die beide ihre eigenen Merkmale haben.
Die klassische Methode, auch bekannt als traditionelle Methode oder champenoise Methodeist eng mit der Herstellung von Champagner verbunden. Diese Methode erfordert eine doppelte Gärung. Zunächst wird aus ausgewählten Trauben ein Grundwein hergestellt.
Anschließend werden Hefe und Zucker in die verschlossene Flasche gegeben, wodurch eine zweite Gärung stattfindet, die das charakteristische Sprudeln erzeugt. Während dieses Prozesses sterben die Hefen ab und bilden ein "Kreuz" in der Flasche. Diese Ablagerung wird dann durch die Technik der Remuage (Bewegung und Kippen der Flasche) und des Degorgierens (Entfernen des Bodensatzes) entfernt. Zum Schluss wird die Flasche gegebenenfalls mit einer "Dosage" von Reservewein gefüllt, um den Säuregehalt auszugleichen und die Süße zu erhöhen.
Andererseits, die Charmat-Methode, auch bekannt als Martinotti-Methode oder Tankmethodeist ein schnelleres und weniger kostspieliges Verfahren. In diesem Fall findet die Gärung in großen Edelstahlbehältern, den sogenannten Autoklaven, statt und nicht in Flaschen. Der Grundwein wird zusammen mit ausgewählten Hefen und Zucker in den Autoklaven gegeben, und die Gärung findet bei kontrollierter Temperatur statt. Dies ermöglicht die Herstellung großer Mengen Schaumwein in relativ kurzer Zeit. Nach Abschluss der Gärung wird der Wein gefiltert, um die Hefen zu entfernen, und dann in Flaschen abgefüllt.
Die Unterschiede zwischen den beiden Verfahren wirken sich auf die organoleptischen Eigenschaften des erzeugten Schaumweins aus. Die klassische Methode neigt dazu, eine größere Komplexität und eine feinere Struktur zu haben. Die lange Reifung in der Flasche trägt zur Entwicklung von Aromen von geröstetem Brot, getrockneten Früchten und einer zarten Mineralität bei. Bei der Charmat-Methode hingegen entstehen frischere, fruchtigere Schaumweine mit einer dichten, anhaltenden Perlage. Diese Methode wird häufig für die Herstellung von Prosecco und anderen italienischen Schaumweinen verwendet.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sowohl die klassische als auch die Charmat-Methode deutliche Vorteile bei der Herstellung von Schaumweinen bieten. Die klassische Methode erfordert mehr Zeit und einen aufwändigeren Prozess, kann aber qualitativ hochwertige Schaumweine mit einer einzigartigen Komplexität und Eleganz hervorbringen, die daher oft zu einem höheren wirtschaftlichen Wert des erzeugten Weins führen. Die Charmat-Methode hingegen ist schneller und führt daher oft zu einem niedrigeren Preis beim Verkauf von Schaumweinen, die nach dieser Methode hergestellt wurden.
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